Aktuelles

Behindertenboot Eigentum des WRVB

Zweifelsfreie Nachweise bringen Klärung im Bootsstreit

In der langen Reihe von Provokationen wie anonymen Anzeigen, persönlichen Attacken auf Mitglieder und bewussten Fehlinformationen, denen sich der sportlich auch dieses Jahr sehr erfolgreiche WRVB seit der Gründung der ROW ausgesetzt sieht, war die Entwendung eines Gig-Vierers aus den Bootshallen des WRVB ein neuer Höhepunkt, der der polizeilichen Klärung bedurfte.

Die Wasserschutzpolizei bestätigte offiziell aufgrund eindeutiger Eigentumsnachweise die Rechte des WRVB am von der ROW reklamierten Behindertenboot „Parolympics“. Durch Entwendung des Bootes aus den Hallen des Würzburger Rudervereins Bayern und Lagerung beim benachbarten ARCW wollte die ROW Fakten schaffen, doch auch der aus dem WRVB zur ROW übergewechselte ehemalige Leiter der Behindertengruppe Helmut Greß musste letztendlich durch seine Unterschrift die Eigentumsrechte des WRVB anerkennen. Einer Nutzung des Bootes durch Mitglieder des WRVB und zukünftige Schülergruppen des Zentrums für Körperbehinderte steht nun nichts mehr im Wege.

Bestehen bleibt seitens der ROW, deren Gründung durch ehemalige Mitglieder des WRVB ohne Gelände und Hallen erfolgte, der Versuch, mit Hilfe des ARCW mit allen Mitteln Zugriff auf das Gelände und das Eigentum des WRVB, wie z. B. die Bootshallen, zu erhalten – mit der falschen Behauptung, das Bootshaus Süd mit den zugehörigen Hallen würde nicht genutzt, obwohl sich dort das Zentrum der erfolgreichen Leistungssportabteilung des WRVB mit den zugehörigen Bootslagern befindet und im Obergeschoss der Verein Begegnungsstätte für Hörbehinderte seine Heimat hat, der sich durch derartige Angriffe ebenfalls brüskiert fühlt.

 

Aufregung um das Boot der Handicaprudergruppe

 

Zurzeit wird wieder versucht, den Würzburger Ruderverein Bayern in der Presse durch sachliche Fehlinformationen schlecht darzustellen. Konkret geht es um das Boot Parolympics, das von der Polizei auf Anzeige des WRVB versiegelt wurde.

Was ist der Hintergrund?

Vor ca. 20 Jahren wurde das Boot „Parolympics“ für die Behindertengruppe des ZFK (Zentrum für Körperbehinderte) angeschafft. Der WRVB unterhält seit Langem einen Kooperationsvertrag mit dem ZfK. An der Finanzierung beteiligt waren der WRVB, der Bayerische Landessportverband (BLSV) und das ZfK. Die Gruppe der Handicapruderer wurde lange Jahre von Helmut Greß betreut, der am ZfK unterrichtete. Hierfür ist der WRVB Helmut Greß sehr dankbar. Mittlerweile ist Helmut Greß in Pension. Auch seine Handicapgruppe ist dem Schülerdasein schon lange entwachsen. Vor ca. einem Jahr haben sowohl Helmut als auch seine Gruppe den WRVB verlassen, was wir sehr bedauern. Die Gründe der Handicapruderer kennen wir nicht. Sie hatten mit dem Boot und der Möglichkeit, dieses über eine spezielle Rolle zu Wasser zu bringen, beste Voraussetzungen. Sie rudern jetzt bei der ROW.

Gleichwohl hat Helmut den Antrag gestellt, dass die Gruppe weiterhin in dem Boot rudern darf. Der Vorstand hat dies lange und gründlich diskutiert und kam zu dem Beschluss, dass das Rudern im Boot der Behindertengruppe, der „Parolympics“, nur Vereinsmitgliedern vorbehalten ist. Neben versicherungstechnischen Gründen ging es dem Vorstand vor allem ums Prinzip. Denn es ist das gleiche Vorgehen, mit dem die ROW den Würzburger Ruderverein Bayern seit beinahe zwei Jahren provoziert: Nach einem Vereinsaustritt verlangt man all die Dinge vom WRVB, die den Mitgliedern zur Verfügung stehen – bzw. den ehemaligen Mitgliedern zur Verfügung standen.

Diesen Beschluss wollte Helmut Greß nicht akzeptieren. Stattdessen wurde unser Eigentumsrecht an dem Boot in Frage gestellt. Und plötzlich mussten wir feststellen, dass das Boot „Parolympics“, das sich nach unserer Auffassung eindeutig in unserem Besitz befindet, entwendet wurde und auf dem ARCW-Gelände lagerte. Da die 1. Vorsitzende der ROW auf eine Mail des WRVB-Vorstands, die die Bitte enthielt, das Boot wieder zurückzuführen, nur abwiegelnd reagierte, verständigte der WRVB die Polizei, die das Boot bis zur Klärung der Eigentumsrechte versiegelte. Falls das Boot aber nicht dem WRVB gehören sollte, dann gehört es dem ZfK. Und kein ehemaliger Lehrer oder Schüler des ZfK hat das Recht, das Boot ungefragt aus den Räumen des WRVB zu entfernen und an sich zu nehmen. Schon gar nicht gehört es der ROW. Sollte es dem ZfK gehören, muss dessen Entscheidung abgewartet werden. Nochmals: Der Kooperationsvertrag besteht zwischen ZfK und WRVB.

Unser Standpunkt ist:

Wir gehen fest davon aus, dass das Boot Eigentum des WRVB ist. Und zwar aus folgenden Gründen: Der BLSV bezuschusst nur Vereine, keine Schulen. Der ZfK hat zur Finanzierung des Bootes, soweit sich die damals Beteiligten erinnern, eine Spende geleistet. Dies berechtigt nicht zum Besitz. Wir werden unseren Anspruch belegen. Dass das Boot beim WRVB als Schulboot gelistet ist, betrifft die Organisation – es ist v.a. der Schule vorbehalten –, nicht das Eigentum.

Der WRVB hat kein Interesse an einer Eskalation. Vielmehr liegt uns viel daran, die Dinge im Einvernehmen und ohne Lärm zu regeln. Trotzdem musste der Verein auf eine solche Provokation reagieren, um deutlich zu machen, dass hier eine rote Linie überschritten wurde.

Der WRVB wird versuchen, im Gespräch mit Helmut Greß und dem ehemaligen Leiter des ZfK die Dinge zu klären, und zwar dergestalt, dass der Handicapgruppe keine Nachteile entstehen.